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Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Emotionen-Trilogie Teil 1

Gier

Gier. Was uns bewegt

Ausstellung im Haus der Geschichte Baden-Württemberg, 6. Dezember 2020 bis 19. September 2021
Der erste Teil der Ausstellungstrilogie "Gier. Hass. Liebe."

Die Ausstellung "Gier" schloss am 19. September ihre Pforten. Digital hat der erste Teil der Emotionen-Trilogie allerdings weiterhin geöffnet: mit einem virtuellen Rundgang und dem Zugang zum digitalen Angebot der Schau auf dieser Seite.

"Gier. Was uns bewegt" führt in ein Dickicht der Gefühle. Geschichten aus drei Jahrhunderten - von raffgierigen Fürsten über habsüchtige Kolonialisten bis zu leidenschaftlichen Sammlern - waren in der außergewöhnlich inszenierten Ausstellung miteinander verbunden und voneinander getrennt. Ganz konkret und dennoch schwer fassbar wie die Gier selbst. Denn so verwerflich die Gier nach Geld, Wohlstand und Konsum scheint - sie sorgt für die Dynamik einer Marktwirtschaft. Ebenso wie die Gier nach Wissen, Weiterentwicklung und Erfolg.

Der virtuelle Rundgang

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Projektleitung: Dr. Cornelia Hecht-Zeiler, Dr. Rainer Schimpf. Kurator*innen: Dr. Sebastian Dörfler, Dr. Christopher Dowe, Dr. Franziska Dunkel, Natalia Kot
Ausstellungsgestaltung: büroberlin

Die Videos aus der Ausstellung

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10 Minuten Gier - Kurzführung zu Gier und Betrug mit Ausstellungsleiter Rainer Schimpf.

Begleitprogramm

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Gespräch mit dem Historiker Götz Aly über die "rassistische Raubgemeinschaft" des NS-Regimes mit der deutschen Bevölkerung

Gier digital

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Der Regisseur Daniel Harrich machte mit mehreren Filmen auf illegale Waffenexporte deutscher Hersteller aufmerksam.

Das eMotions-Projekt

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Gier nach dem Leben, nach Freiheit und einem neuen Lebensgefühl verbinden die beiden KünstlerInnen Nicola und Henrik Pfeffer im neuen eMotions-Video mit dem Tango.

Künstler*innen, Hochschulen und Amateurensembles arbeiten beim Projekt eMotions gemeinsam mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen zur Trilogie "Gier. Hass. Liebe". Die Akteur*innen bringen ihre eigenen Geschichten und Erfahrungen ein, die zu den historischen Themen Verbindung aufnehmen. Für "Gier. Was uns bewegt" hatten Studierende der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart (Koordination und Leitung: Prof. Angelika Luz) Performances und der Komponist Adrian Laugsch eine Installation entwickelt. In der Ausstellung entstand eine Reihe von Videos.

Gefördert durch das Sonderprogramm "Gesellschaftlicher Zusammenhalt - Förderung von künstlerischen und kulturellen Projekten" des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Medienberichterstattung zur Ausstellung

Hass. Was uns bewegt

Der zweite Teil der Ausstellungstrilogie "Gier. Hass. Liebe."

Hass war und ist Alltag. Hass speist sich aus Angst, Neid und Verachtung. Hass richtet sich gegen das fremd Erscheinende und das Naheliegende, gegen Minderheiten und gegen "das System". Um damals und heute, um Revolutionäre und Mörder, um Verblendete und Misshandelte, aber auch um Hoffnung und Hilfe ging es in der außergewöhnlich inszenierten Ausstellung im Haus der Geschichte.

Die Ausstellung zeigte rund 200 Hass-Objekte aus 200 Jahren. Und sie stellte Fragen: Wie können wir mit bedrohlichem Hass umgehen? Darf Hass eine Antwort auf Hass sein? Und gibt es sogar einen guten Hass – etwa wenn er sich gegen Unterdrücker richtet?

Liebe. Was uns bewegt

Der dritte Teil der Ausstellungstrilogie "Gier. Hass. Liebe."

Liebe. Macht. Geschichte. Das Finale der Emotionen-Trilogie widmet sich dem schönsten aller Gefühle. Die Große Landesausstellung beginnt im Jahr des 70. Geburtstags Baden-Württembergs. Sie blickt darauf, wie Liebe die Menschen im Land zusammenhält und stärkt, aber auch verboten oder fanatisch sein kann.

Die Geschichten erzählen vom Kampf gegen Vorurteile und von Zeichen der Hoffnung, von Liebe über soziale oder politische Grenzen hinweg und von blinder Vaterlandsliebe. Die Originalobjekte zeugen von Menschen, die ihr Leben still der Nächstenliebe weihen oder demonstrativ der Liebe zur Erde verschreiben - und dabei alles riskieren.

Die Ausstellung fragt nach der gesellschaftlichen Wirkung von Liebe: Wie hilft sie gegen Ausgrenzung und Entwertung von Menschen? Wie stärkt sie Gerechtigkeit und freiheitliche Werte? Und wie kann sie vor Spaltung und Zerfall schützen?

Fotonachweise: Haus der Geschichte Baden-Württemberg / Daniel Stauch; stock.adobe.com/Gestaltung büroberlin