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Haus der Geschichte Baden-Württemberg

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Haus der Geschichte Baden-Württemberg - Rundbrief Mai 2021
Hier können Sie unseren Rundbrief als pdf-Datei abrufen: HdGBW-Rundbrief.pdf
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Haus der Geschichte Baden-Württemberg / Rundbrief Mai 2021 / 30. April 2021
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Liebe Freundinnen und Freunde des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg,

solange die Museen geschlossen sind, öffnen wir vor allem die Ausstellung „Gier. Was uns bewegt“ immer wieder virtuell. In der neuen Reihe „10 Minuten Gier“ zeigen wir an mehreren Donnerstagen per Livestream verschiedene Aspekte von Gier. Auch das „Hotel Silber“ kann zu Ihnen nach Hause kommen – ganz analog: Der druckfrische Katalog zum Erinnerungsort kann ab sofort bei uns bestellt werden. Zum Internationalen Museumstag machen wir wiederum rein digitale Angebote.

Mit herzlichen Grüßen

Haus der Geschichte Baden-Württemberg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Livestream-Führung
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„10 Minuten Gier“

Museumsdirektorin Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger widmet sich am Donnerstag, 6. Mai 2021, um 19 Uhr dem Thema „Wie eine verführte Horde…“: Ein Ausbund der Gier war die Ausplünderung der jüdischen Deutschen in der NS-Zeit. Unternehmen und Häuser mussten weit unter Wert verkauft werden. Hausrat, Wertgegenstände, Sparbücher und Bargeld wurden beschlagnahmt. Um Jüdinnen und Juden umfassend auszurauben, führten Gestapo und Kripobeamte vor der Deportation Leibesvisitationen und Gepäckkontrollen durch. Das, was in den Häusern zurückblieb, wurde öffentlich versteigert – und zog „Schnäppchenjäger“ in Massen an.

Am Donnerstag, 20. Mai 2021, um 19 Uhr folgt Kurator Dr. Sebastian Dörfler mit „Gier und Gas“. Die aktuelle Sonderausstellung im Haus der Geschichte zeigt, dass Deutsche eine unheilvolle Tradition als Erfinder und Händler von Giftgas haben. Im Ersten Weltkrieg wurde Fritz Haber, der in Karlsruhe die heute noch wichtige Ammoniaksynthese entwickelte, zum „Vater“ des deutschen Chemiewaffenprogramms. Giftgas „made in Germany“ entwickelte sich zu einem Exportschlager, mit dem in den 1980er-Jahren der badische Unternehmer Imhausen Millionen verdiente.

Die Führungen werden live auf Instagram (@hdgbw) übertragen. Am Folgetag sind sie dann als Video auf der Website www.gierhassliebe.de sowie auf den Social-Media-Kanälen Instagram, Facebook und Youtube des Hauses der Geschichte zu sehen. Wenn der Lockdown andauert, wird die Livestream-Reihe fortgesetzt.

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Frisch aus der Druckerpresse
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Katalog zum „Hotel Silber“ erschienen

Hotel, Polizeisitz, Gestapo-Zentrale, potentielles Abrissobjekt, Bürgerbeteiligungsprojekt, Außenstelle des Hauses der Geschichte: Zum „Hotel Silber“ ist nun ein Katalog erschienen. Zwei Jahre nach der Eröffnung der Dauerausstellung zu Polizei und Verfolgung in dem Gebäude in der Stuttgarter Dorotheenstraße liefert das neue Buch umfangreiches Material über den Erinnerungsort.

Das „Hotel Silber“ wurde mehr als ein halbes Jahrhundert lang von der Polizei genutzt und war in der NS-Zeit die Zentrale der württembergischen Gestapo. An dem einstigen Täterort entstand als Bürgerbeteiligungsprojekt ein Ort des historisch-politischen Lernens und der Begegnung. Der vom Haus der Geschichte herausgegebene Katalog stellt auf 256 Seiten den historischen Ort vor und bildet einen großen Teil der mehr als 300 im „Hotel Silber“ gezeigten Exponate, Fotos und Dokumente ab.

Für die Dauerausstellung haben Historiker*innen jahrelang geforscht. Dabei förderten sie neue Aspekte der Geschichte von Polizei und Gestapo in Württemberg zu Tage. Der Katalog schildert Geschichten von Täter*innen und Opfern, berichtet über den Umgang mit der historischen Bausubstanz, erklärt die Inszenierung der Ausstellung – und er macht deutlich, wie wichtig die Auseinandersetzung mit dem Täterort und die Aufarbeitung von Verfolgung und Terror für das Jetzt und Heute sind.

Der Katalog „Hotel Silber – Eine Dauerausstellung zu Polizei und Verfolgung“ wurde finanziert von der Wüstenrot Stiftung. Er kann beim Haus der Geschichte bestellt werden und kostet 25 Euro.

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Internationaler Museumstag
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Hohenasperg und Gier

Zum internationalen Museumstag am Sonntag, 16. Mai 2021, macht das Haus der Geschichte zwei digitale Angebote: Die Gier-Ausstellung kann bis zum Ende des Lockdowns komplett virtuell besichtigt werden. Und durch das Museum Hohenasperg gibt es eine kurze Video-Führung.

Vom 16. Mai an steht auf der Internetseite www.gierhassliebe.de erstmals ein kompletter virtueller Rundgang durch die außergewöhnlich inszenierte Ausstellung „Gier. Was uns bewegt“ zur Verfügung. Sie können sich digital in das Dickicht der Gefühle begeben und selbst die Gier-Geschichten aus drei Jahrhunderten erkunden. Sie handeln von raffgierigen Fürsten, habsüchtigen Kolonialisten oder leidenschaftlichen Sammlern. Wie sehen Sie die Gier? Ist sie immer schlecht? Denn so verwerflich die Gier nach Geld, Wohlstand und Konsum scheint - sie sorgt auch für die Dynamik einer Marktwirtschaft. Ebenso wie die Gier nach Wissen, Weiterentwicklung und Erfolg.

Im Museum „Hohenasperg – Ein deutsches Gefängnis“ stellt Kuratorin Dr. Franziska Dunkel drei ihrer Lieblingsobjekte vor: Hinter einer schweren Türe war der Dichter, Komponist und Journalist Christian Friedrich Daniel Schubart über ein Jahr lang eingesperrt, von 1777 bis 1778. Sie symbolisiert wie kein anderes Ausstellungsstück Gefangenschaft, Isolation und Verzweiflung. Der Puppenherd von Gretel Weber dagegen ist ein Objekt der (wenigstens zeitweisen) Rettung vor der Haft. Unter ihm konnte Gretels Stiefbruder Walter Häbich Anfang der 1920er Jahre verbotene kommunistische Schriften verstecken. Von Widerstand und erfüllter Hoffnung zeugt eine französische Fahne. Sie wurde von elsässischen Widerstandskämpfern um Emil Hincker Anfang 1945 heimlich in der Gefangenschaft angefertigt, um damit die Befreier zu begrüßen. Die Führung ist auf unseren Social-Media-Kanälen Instagram, Facebook und Youtube zu sehen.

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Video
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Sophie Scholls letztes Flugblatt

Zum 100. Geburtstag von Sophie Scholl veröffentlichen wir am 9. Mai auf unseren Social-Media-Kanälen Instagram, Facebook und Youtube ein Video zum letzten Flugblatt der studentischen Widerstandsgrupppe „Weiße Rose“. Die Leiterin der Stabstelle Ausstellungsorte, Dr. Cornelia Hecht-Zeiler, widmet sich darin der „Ikone“ des Widerstands gegen den Nationalsozialismus: Sophie Scholl war eine außergewöhnliche, mutige junge Frau – bereit, gegen das NS-Regime und seine verbrecherische Politik Widerstand zu leisten. Mit nur 22 Jahren wurde sie 1943 vom Volksgerichtshof wegen Hochverrats und „Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilt und hingerichtet. Gemeinsam mit anderen Mitgliedern war sie beim Verteilen des sechsten und letzten Flugblatts der „Weißen Rose“ erwischt und verhaftet worden. Ein Exemplar dieses sechsten Flugblattes befindet sich in der Sammlung des Hauses der Geschichte. Was stand in dem Flugblatt? Was für ein Mensch war Sophie Scholl?

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Tagung
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Laupheimer Gespräche fallen erneut aus

Die 21. Laupheimer Gespräche hätten sich bereits im Mai 2020 unter dem Titel „Integration oder Desintegration? Deutsche Standortbestimmungen und Selbstentwürfe" mit jüdischem Leben nach 1945 in Deutschland befassen sollen. Nachdem damals die Tagung coronabedingt abgesagt werden musste, verhindert die Pandemie nun auch den verlegten Termin im Juni 2021. In Laupheim dürfen bis September 2021 keine Veranstaltungen stattfinden. Im Zuge der Erneuerung der Dauerausstellung des Museums zur Geschichte von Christen Juden, die vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg 2021 bis 2023 konzipiert und realisiert wird, werden sich auch die Laupheimer Gespräche verändern – und mit neuen Formaten und spannenden Themen zurückkommen.

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